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Artikel ::  Anpassungen u. Optimierungen im Kajak - Bootstuning


Anpassungen und Optimierungen im & ums Kajak:

Fußstütze/-keil 
Stützkeil im Bug und Heck 
Schenkelstützen 
Sitzsystem 
 Boots-Design
Overthruster
 Helmdesign
 Paddel


Alles was man für ein gutes Bootstuning braucht:

  • Schaumstoffmatten, z.B. Ammerflexmatten/ Isomatten aus Evazote

  • Kraftkleber, Tape, Seil, Kabelbinder (optional)

  • Gurt

    Zum Designen:
    • Autolacke, Wachsmalkreide

Vorab einige kleine Tipps zur Auswahl des Klebers:

  • (Duck-)Tape - hält meist nicht allzu lange, lässt sich jedoch für schnelle Reparaturen nutzen. Am besten nach dem Aufkleben mit einem Heißluftfön darüber fönen.

  • Kraftkleber - immer darauf achten, dass er auch für euer Fittingmaterial geeignet ist, da sich der Kleber auch mit den verklebten Flächen verbinden muss, um optimal zu halten.



  Bauanleitung, zur Verbesserung

Im Grunde sind momentan drei grundverschiedene Systeme auf dem Markt, um den Fußbereich eines WW-/Rodeo-Kajaks optimal an die Bein- und Fußgröße anzupassen.

Verstellbare Prallplatte:

Aufbau/Funktion


Tuningmöglichkeit

  • Bestehen aus einer Prallplatte die über zwei Führungsleisten, durch Schrauben mit dem Kajak verbunden sind

  • Sie kommen meist in größeren WW-Booten vor


  • Man kann die Prallplatte von vorne mit Schaumstoff bekleben und diese leicht von innen nach außen abschrägen, um einem besseren Fußkomfort zu gewähren.

  • Alte Modelle besitzen oft nur die blanke Metallprallplatte. Hier kann Schaumstoff Verletzungen prophylaktisch entgegen wirken, indem harte Stöße abgedämpft werden

Eine Bauanleitung zur Verbesserung findet Ihr hier!



Schaumstoffkeil:

Aufbau/Funktion


Tuningmöglichkeit

  • Ein an die Bootsspitze angepasster Schaumstoffkeil, der sich meist mit einem Messer leicht durch vorgegebene Rillen anpassen lässt.

  • Problem: hat man einmal den Schaumstoff gestutzt, lässt er sich nicht mehr vergrößern!


  • keine weitere Veränderungsmöglichkeit

Bsp.: Zelenzy Igo

Luftsack:

Aufbau/Funktion


Tuningmöglichkeit

  • kleiner Luftsack, der vor der senkrechte Stütze liegt und sich im Sitzen aufblasen lässt. Meist sind diese "Luftsäcke" mit kleine Kügelchen gefüllt, um einen besseren Halt zu geben.


  • keine weitere Veränderungsmöglichkeit

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  Bauanleitung einer Halterung

Bis auf wenige Ausnahmen benötigen alle Hersteller stützende Elemente im Bug und Heck, um die Formstabilität der Boote zu garantieren.

Schaumstoffkeil:

Aufbau/Funktion

Tuningmöglichkeit


Bsp.: Robson TwinTip

  • Schaumstoffkeile zwischen den Beinen und im Heck sorgen dafür, dass sich das Ober- und Unterschiff nicht zusammen drücken können.
  • Hier bietet sich die Möglichkeit an, ein Boot mit Halterungen (z.B. für Wurfsack, Flasche, Pelicase etc.) zu erweitern.


Plastikkeil:

Aufbau/Funktion


Tuningmöglichkeit

  • Plastikkeile zwischen den Beinen und im Heck sorgen dafür, dass sich das Ober- und Unterschiff nicht zusammen drücken können. Plastikkeile sind stabiler als Schaumstoffkeile.


  • Keine weitere Veränderungsmöglichkeit. Eine Veränderung wie oben ist nicht zu empfehlen!

  Eine Anleitung zum Bau einer Halterung: hier!

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  Zur Bauanleitung

Hier gibt viele verschiedene Aufbaumöglichkeiten, fast jeder Hersteller hat sein eigenes Prinzip. Wir wollen die grundlegend verschiedenen Systeme darstellen.

Einfache Schenkelstütze, im Süllrand eingearbeitet:

Aufbau/Funktion


Tuningmöglichkeit

Bsp.: Robson TwinTip

  • Eine nicht, oder nur in die Weite verstellbare Schenkelstütze, welche den Oberschenkeln und Knien Halt gibt. 


  • Man kann hier Neopren oder anderen Schaumstoff an die Schenkelstützen und an die Bootshülle kleben, um Druckstellen - vor allem am Knie - zu dämpfen und eine bessere Kraftübertragung zu gewährleisten.

Schenkelstütze mit seitlicher Halterung:

Aufbau/Funktion


Tuningmöglichkeit

  • Eine über zwei Schrauben in die Weite verstellbare Schenkelstütze, die auch einen seitlichen Halt für den Oberschenkel bietet.


  • Gerade große Paddler können  im Kniebereich Schaumstoff anbringen, um den Sitzkomfort auszubauen.

  Eine Bauanleitung findet Ihr hier!


Eigenes Ratschensystem nachrüsten:

Sollte Euer Kajak  über kein Ratschensystem verfügen, um damit die Sitzposition zu regulieren, lässt sich dieses auch manuell nachrüsten.


  Eine detailierte Bauanleitung findet Ihr hier!



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  Bauanleitung zur Sitzerweiterung

An einem Sitz lässt sich vieles verändern, um das Sitzgefühl und den Halt für eine optimale Kraftübertragung zu verbessern.

Sitzsystem mit Ratschengurt:

Aufbau/Funktion

  • Der Sitz ist entweder über zahnförmige Plastiken, oder durch ein Schienensystem an den Seiten in der Position verstellbar. Über ein Gurtsystem, mit zwei Ratschen über den Schenkelstützen, lässt sich die Rückenlehne im Sitz stramm festzurren, um eine gute Kraftübertragung zu erreichen. Außerdem wird so die Möglichkeit, nach oben aus dem Sitz heraus zu rutschen verkleinert.

Sitzsystem mit Luftpolstern:

Aufbau/Funktion

  • Der Sitz ist entweder über zahnförmige Plastiken, oder durch ein Schienesystem an den Seiten in der Position verstellbar. Über eine Pumpe, oder einem Luftschlauch zwischen den Beinen, lassen sich seitliche Luftpolster im Sitzen aufpumpen. So wird das Sitzgefühl und der Halt verbessert.

Sitzsystem mit Hebel:

Aufbau/Funktion

  • Der Sitz ist entweder über zahnförmige Plastiken, oder durch ein Schienesystem an den Seiten in der Position verstellbar. Über einen Hebel zwischen den Beinen, lässt sich die Rückenlehne, im Sitzen, über ein Drahtseilsystem, nach vorne ziehen.


Viele Veränderungen am und im Boot

Der seitliche Halt:

Tuningmöglichkeit

  • Mit Schaumstoff lässt sich der meist zu große Sitz verengen. Im Lieferumfang der Meisten Hersteller sind solche Seitenfittings enthalten.

Die Sitzoberfläche:

Tuningmöglichkeit

  • Mit einer Schaumstoffplatte, die man auf dem Sitz befestigt, erhöht sich der Sitzkomfort und erleichter durch den höheren Körperschwerpunkt Air-Moves.

Die Rückenlehne:

Tuningmöglichkeit

  • Die Rückenlehne lässt sich mit Schaumstoff bekleiden, welches Druckstellen vermeidet und das Boot bequemer machen.

Ein besserer Halt:

Tuningmöglichkeit

  • Mit Hilfe eines Gurtes, welcher sich über den Sitz spannt und mit einem Verschluss versehen ist, lässt sich das Herausrutschen aus dem Sitz vermeiden. (Achtung nichts für Anfänger/Wildwasser!!! Siehe Artikel)

 Eine Bauanleitung findet Ihr hier!

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   Bauanleitung zum Bau eines Overthrusters

Den Overthrustern wird mittlerweile immer mehr Bedeutung zu gemessen, so dass viele Firmen diese nun auch im Sortiment haben und ein Eigenbau nicht mehr zwingend notwendig ist.

Aufbau/Funktion


Tuningmöglichkeit

Bsp.: Robson TwinTip03

  • Ein Overthruster wird unter die Spritzdecke gelegt und soll verhindern, dass siche diese in der Walze eindrückt, was zu einer Volumenverkleinerung führen würde. Mit Schaumstoff versehen kann sogar noch eine Volumenzunahme erreicht werden.


  • Der Overthruster wird schon als Tuningmöglichkeit angesehen. Von Herstellern mitgelieferte, können durch Schaumstoff oder einem Gurtsystem noch erweitert werden.

  Anleitung zum Bau eines Overthrusters findet Ihr hier!

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  Infos zum Unterbodendesign

Das Boot lässt sich mit mehreren Möglichkeiten von außen verschönern.

Klebefolie:

Tuningmöglichkeit:

Aus Klebe- oder Spiegelfolie lassen sich Muster etc. ausschneiden und dann aufs Boot bringen. Diese Art eignet sich vor allem für das Oberschiff.

Wachsmalkreide:

Tuningmöglichkeit:

Mit Wachsmalkreide lassen sich vor allem auf gebrauchten Unterschiffen hervorragend Schriftzüge und bilder bringen. Allerdings müssen die Malerein nach einiger Zeit wieder nachgezogen werden.

Sprühfarbe:

Tuningmöglichkeit:

Aus Pappe oder Klebefolie lassen sich Vorlagen erstellen, mit dessen Hilfe man dann auch aufwendige Muster auf sein Boot bekommt.

  Eine Anleitung, zur Gestaltung des Unterschiffes: hier!



Helmdesign

  Infos zum Desginen des Helms

Verschiedene Materialien erforden unterschiedliche Methoden!

Glas-,Carbon-,Kohle-,Kevlar-Helme:

Aufbau/Funktion


Tuningmöglichkeit

Bsp.: Halfcut Helm

  • Kajak-/Kanuhelm aus Fasernmaterialien wie z.B. Glas-, Kohle- oder Carbonfasern


  • Ein Faser-Helm lässt sich mit Hilfe von Klebefolien verzieren oder mit Hilfe von Autolacken verschönern.

Zur Kurzanleitung!

Plastik-Helme:

Aufbau/Funktion


Tuningmöglichkeit

  • Kajak-/Kanuhelm aus PE, HTP oder einem anderem Plastik


  • Ein Plastik-Helm lässt sich nur mit Klebefolien dauerhaft verschönern.

 


 

Verschiedene Materialien erforden unterschiedliche Methoden!

Glas-,Carbon-,Kohle-,Kevlar-Schäfte:

Tuningmöglichkeit

Bild: Sexwax

  • Ein Paddelschaft aus Fasernmaterialien wie z.B. Glas-, Kohle- oder Carbonfasern lässt sich mit etwas Schmiergelpapier leicht anrauhen, um die Griffigkeit zu erhöhen

  • Bei Alu-Schäften sollte man dieses strikt vermeiden, da ein derartiges Vorgehen zu schwarz färbenden Aluminium-Oxid führt.

  • Mit passenden Lacken lassen sich Faserpaddel aufstylen..

     zum Tutorial

  • Eine bessere Alternative zum Schmiergeln stellt das "Sexwax" von Mr.Zogs dar:
    Es ist ideal um glatte Schäfte griffiger zu machen. Nach dem Auftragen wird es nur geringfügig verbraucht und sorgt selbst bei Kälte für einen guten Halt.
  • Lediglich Wärme verträgt es überhaupt nicht.







Weitere Infos:

erschien in:  playboaters.de
erschien am:  06.11.2005
verfasst von:  Thomas Hinkel